ZSO Suhrental-Uerkental
Zivilschutzstelle
Schloss-Scheune Nord
Postfach 35
5040 Schöftland
Telefon 062 739 12 76
zso@schoeftland.ch

ZSO Suhrental-Uerkental
Kommando
Hauptstrasse 38
Postfach 124
5742 Kölliken
Telefon 062 737 09 55
zsouerkental@koelliken.ch


Wissenswertes



Alarmierung der Bevölkerung

Die Alarmierung der Bevölkerung erfolgt in der Regel mittels festeingerichteten oder mobilen, auf Autos fixierten Sirenen, schweizweit sind es über 7000. Unterschieden werden folgende Alarmzeichen, die sowohl in Friedenszeiten als auch im Aktivdienst verwendet werden:

Allgemeiner Alarm:

  • regelmässig auf- und absteigender Ton von 1 Minute Dauer
  • Radio hören
  • Anweisungen der Behörden befolgen
  • Merkblatt "Verhalten bei Gefährdung" am Schluss des Telefonbuches beachten
  • Nachbarn informieren
  • Ende der Gefahr: Mitteilung über Radio oder durch die örtlichen Behörden

 

Zuweisungsplanung

Sämtliche Einwohner des Uerkentals sind einem Schutzplatz zugewiesen. Dieser befindet sich in der Regel im Kellergeschoss des Wohnhauses. Für Personen, die keinen 

Schutzplatz im Haus haben, in dem sie leben, ist ein Schutzplatz in einem Schutzraum in der Nähe vorgesehen. Pro Person ist eine Fläche von einem Quadratmeter bzw. ein Raumvolumen von 2.5 Kubikmetern vorgeschrieben, was etwa dem Platz pro Person in einem Eisenbahnabteil erster Klasse entspricht.

Die Schutzplatzzuweisung ist auf den vorsorglichen, von der Zivilschutzorganisation geleiteten Schutzraumbezug der Bevölkerung am Wohnort und damit primär auf den Aktivdienstfall ausgelegt. Aufgrund der laufenden Bevölkerungsmutationen (Zu- und Wegzüge, Geburten und Todesfälle) sowie der baulichen Änderungen erfolgt die Zuweisungsplanung rollend. Deshalb wird sie auch bewusst nicht veröffentlicht, kann aber auf Wunsch eingesehen werden.

Das notfallmässige Aufsuchen der Schutzräume bei natur- oder zivilisationsbedingten Katastrophen lässt sich demgegenüber nicht im Detail planen, weil solche Situationen durch eine Reihe von Unbekannten geprägt sind. Vielmehr müssen sich die gefährdeten Personen nach Massgabe der behördlichen Anordnungen in den an Ort und Stelle vorhandenen Schutzbauten schützen.


 

Schutzraum

Die Schutzräume bilden das Rückgrat des Zivilschutzes. Ziel ist es, für alle Einwohner der Schweiz einen Schutzplatz am Wohnort und für viele zudem auch am Arbeitsort bereitzustellen.

Der Schutzraum ist ein besonders verstärkter und ausgerüsteter Zufluchtsort, der bei bewaffneten Konflikten und bei einer Reihe möglicher Katastrophen den besten Schutz bietet. Er kann in "normalen" Zeiten durchaus als Keller, Archiv, Hobbyraum usw. benutzt werden, darf aber baulich nicht verändert werden und muss innerhalb von 24 Stunden nach einer entsprechenden behördlichen Anordnung bezogen werden können.

 

Periodische Schutzraumkontrolle (PSK)

Sämtliche Schutzräume der ZSO Uerkental werden mindestens alle fünf Jahre durch die Zivilschutzorganisation auf deren sachgemässen Unterhalt und Betriebsbereitschaft geprüft, um die ständige Einsatzbereitschaft zu gewährleisten. Kontrolliert werden die Schutzraumabschlüsse sowie die technischen und sonstigen Einrichtungen. Als Zusatzdienstleistungen erledigen die Kontrollgruppen kleinere Reparaturen gleich selber.

 

Schutzraumbau

Seit rund zwei Jahren besteht im Uerkental für Neubauten keine Schutzraumbaupflicht mehr, ausser auf der Egg und im unteren Teil des Sägets. Das heisst, der Eigentümer kann wahlweise einen Schutzraum erstellen oder einen Ersatzbeitrag an die Gemeinde leisten, der etwa in der Höhe der Baukosten liegt und dann für Zivilschutzzwecke (z.B. Renovationsarbeiten an Zivilschutzanlagen oder öffentlichen Schutzräumen) eingesetzt wird.

 

Schutzraumausstattung

Damit ein Schutzraum einsatzbereit ist, muss er mit dreistöckigen Liegestellen sowie mit Trockenklosetts ausgestattet sein, die den Vorschriften des Bundesamtes für Zivilschutz entsprechen. Pro Schutzplatz ist eine Liegestelle erforderlich; Trockenklosettsortimente gibt es für 8, 15 oder 30 Schutzplätze.

Während diese Einrichtungsgegenstände bei allen neuen Schutzräumen gleich beim Bau angeschafft werden müssen, konnten ältere Schutzräume auch später ausgerüstet werden. Da dies jedoch zu einem grossen Teil nicht erfolgt war, haben Gemeinde und Zivilschutzorganisation eine Sammelbestellung organisiert, im Rahmen derer sich Hauseigentümer mit den noch fehlenden Einrichtungsgegenstände eindecken konnten. Dabei profitierten sie nicht nur vom Vorzugspreis dank Mengenrabatt, sondern auch davon, dass der Zivilschutz die Artikel kostenlos ins Haus lieferte.


 

Kluger Rat — Haushaltsvorrat


Ein Vorschlag für eine Vorratsliste können Sie durch Anklicken des Bildes als PDF-Datei downloaden. Auch heute ist ein Haushaltsvorrat immer noch sinnvoll, sei es weil einem Krankheit oder Unfall den Einkauf verunmöglichen, sei es weil man nicht mit Besuch gerechnet hat, sei es weil Lebensmittel rationiert werden oder sich das Angebot in den Regalen infolge Natur- oder Zivilisationskatastrophen nicht so üppig wie gewohnt präsentiert.

 

Der Haushaltsvorrat benötigt weniger Platz als man denken mag und setzt sich zusammen aus:

  • Grundvorrat (lange haltbare, kalorienreiche Güter des täglichen Bedarfs wie Reis, Teigwaren, Zucker, Fett usw.)
  • Ergänzungsvorrat (viele verschiedene Produkte wie Käse-, Fleisch-, Gemüse- oder Frucht- oder Fruchtkonserven, aber auch Zündhölzer, Kerzen, Batterien, Seife, Apotheke)
  • Notproviant (haltbare Lebensmittel, welche ungekocht genossen werden können)
  • Getränkevorrat (Mineralwasser, Frucht- und Gemüsesäfte für mindestens zwei Tage)

 

Jodtabletten

Das Bundesamt für Gesundheitswesen hat für die Bevölkerung der Schweiz die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Kaliumiodid-Tabletten beschafft. Rechtzeitig eingenommen verhindern diese bei einem schweren Kernkraftwerk-Unfall, dass sich über die Atemluft aufgenommense radioaktives Jod in der Schilddrüse anreichert. Gegen Strahlung, die von aussen direkt auf den Körper wirkt, bietet jedoch nur der Schutzraum oder der Keller Schutz.

Die Verteilung der Kaliumiodid-Tabletten erfolgt im Bedarfsfall durch die Feuerwehr. Kaliumiodid 65 mg darf nur auf Anordnung der Behörden eingenommen werden, welche auch die Dauer der Anwendung bekanntgeben.


 

Zuzug/Wegzug

Zivilschutzdienstpflichtige sind gebeten, sich beim Zuziehen nach oder Wegziehen oder bei einem allfälligen Wechsel der Arbeitsstelle oder der Telefonnummer von Bottenwil, Hirschenthal, Holziken, Kölliken, Muhen Safenwil, Uerkheim, Walterswil/SO oder Wiliberg neben den Einwohnerkontrollen auch bei der Zivilschutzstelle zu melden.


 

Frauen im Zivilschutz

Neue Frauen braucht der Zivilschutz! Damen ab 20 Jahren können die Schutzdienstpflicht freiwillig übernehmen und sind bezüglich Rechten und Pflichten ihren männlichen Kollegen absolut gleichgestellt.

Bis vor kurzer Zeit waren noch mehrere Frauen bei der ZSO Uerkental im Einsatz; heute ist sie bis auf die Zivilschutzstellenleiterin "frauenlos". Umso mehr sind interessierte Damen aufgefordert, sich unverbindlich bei Susanne Wyss, Zivilschutzstelle zu melden.